Anna Bolena

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Februar 2022
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Inhaltsangabe

Im April 2011 brachte die Wiener Staatsoper das 1830 uraufgeführte Belcanto-Juwel Anna Bolena zur umjubelten Erstaufführung.  Die Inszenierung Eric Génovèses zeigt ein dem englischen Originalschauplatz des 16. Jahrhunderts nachempfundenes stilisiertes Ambiente, das die einzelnen Aspekte der Handlung, wie das Vergehen der Zeit oder die Intrige Heinrich VIII., durch die Anna Bolena und die ihren zu Fall kommen, atmosphärisch symbolisiert.

 

Erster Akt

Anna Bolena wird von ihrem Gatten, dem englischen König Heinrich VIII., vernachlässigt. Traurig erinnert sie sich an ihre erste, wahre Liebe – an Lord Riccardo Percy. Ohne Wissen der Öffentlichkeit hatte Anna sich mit diesem einst voller Freude vermählt. Dennoch verließ sie Lord Percy, als ihr Heinrich VIII. einen Heiratsantrag machte. Der Ehrgeiz, selbst eine Krone tragen zu dürfen, hatte Anna Bolena blind für ihre ursprüngliche Liebe gemacht. Nun ist sie zwar Königin, nichtsdestotrotz unglücklich. Heinrich VIII. ist mittlerweile in geheimer Liebe zu Giovanna Seymour, einer Hofdame Annas, entbrannt. Diese erwidert zwar die Gefühle des Königs, weigert sich aber, ihn zu erhören: Nur wenn der König sie heiraten würde, wäre Giovanna Seymour bereit, sich ihm hinzugeben. Daraufhin beschließt Heinrich VIII. den Tod Anna Bolenas. Er lässt Lord Percy, von dem er weiß, dass er Annas frührer Geliebter war (über die geheime Ehe der beiden ist Heinrich VIII. allerdings nicht informiert) aus der Verbannung an den Hof zurückholen und arrangiert ein scheinbar zufälliges Zusammentreffen von Lord Percy und Anna Bolena. Der König rechnet mit einem erneuten Aufflammen der Liebe der beiden und hofft, Anna auf diese Weise des Ehebruches überführen zu können. Doch auch Smeton, Annas Page, ist in die Königin verliebt. Vor längerer Zeit hat er daher ein Medaillon mit Annas Porträt aus ihrem Besitz gestohlen. Aus Angst, dass dieses Medaillon bei ihm entdeckt werden könnte, und seine Liebe damit offenbar wäre, beschließt Smeton, das Gestohlene unauffällig wieder in die Gemächer der Königin zurückzubringen. In dem Moment, als er im Begriff ist dies zu tun, betreten Anna und ihr Bruder Lord Rochefort die Räumlichkeiten, sodass sich Smeton verstecken muss um nicht gesehen zu werden. Lord Rochefort überredet Anna zu einem Treffen mit Lord Percy, der, von ihr vorgelassen, Anna seine ungebrochene Liebe beteuert. Auch sie gesteht ihre Liebe zu ihm, weist ihn aber aus Treue zu Heinrich zurück. Als Lord Percy daraufhin ein Schwert zieht um sich zu erstechen, stürzt sich Smeton aus seinem Versteck auf Lord Percy, da er irrigerweise meint, dass dieser Anna töten wolle. Da betritt Heinrich VIII. den Raum. Die beiden offenbar kämpfenden Männer sowie das Medaillon Annas, das bei Smeton gefunden wird, scheinen die Untreue der Königin zu bestätigen. Heinrich hat nun einen Vorwand, um Anna Bolena, Smeton, Lord Percy und Lord Rochefort verhaften zu lassen. ​​

Zweiter Akt 
Die gefangene Anna Bolena trauert gemeinsam mit ihren Hofdamen. Doch auch dieser letzte Trost, im Kreis ihrer Vertrauten dem Gerichtsprozess entgegenzusehen, wird ihr nicht vergönnt: Sir Hervey, ein Offizier des Königs bringt den Befehl, dass die Hofdamen Anna zu verlassen haben um ebenfalls befragt zu werden. Kaum ist Anna allein erscheint Giovanna Seymour und gesteht der Königin die Geliebte Heinrichs zu sein. Anna verzeiht ihr und bezeichnet den König als den wirklich Schuldigen. Da Heinrich VIII. Smeton insgeheim mitteilen lässt, dass Anna vor dem Schafott nur gerettet werden könnte, wenn Smeton vor Gericht angibt ein Verhältnis mit der Königin gehabt zu haben, schwört der Page genau diesen Meineid – und liefert den Richtern dadurch den notwendigen Vorwand für das Todesurteil. Als Heinrich zusätzlich erfährt, dass Lord Percy und Anna bereits vermählt waren, scheint die Königin endgültig des mehrfachen Ehebruches überführt zu sein. Und obwohl Giovanna Seymour den König um das Leben Anna Bolenas bittet, werden vier Todesurteile ausgesprochen: über Anna Bolena, Lord Percy, Smeton und Lord Rochefort. Sie alle werden im Tower von London eingekerkert. Knapp vor den Hinrichtungen überbringt Sir Hervey Lord Percy und Lord Rochefort die Nachricht, dass Heinrich VIII. die beiden Herren zu begnadigen beabsichtigt. Doch sie wollen gemeinsam mit Anna Bolena sterben und lehnen daher die Gnade des Königs ab. Anna, die wieder mit ihren Hofdamen vereint ist, verfällt in geistige Verwirrung. Als sie aus der Ferne die Festklänge hört, die zur Feier der Hochzeit Heinrich VIII. und Giovanna Seymours erklingen, findet Anna wieder in die Realität zurück, verzeiht dem Paar und sinkt ohnmächtig zusammen. In diesem Moment erscheinen die Gerichtsdiener, um die Verurteilten zum Richtplatz zu führen. 

Programm und Besetzung

Fotogalerie

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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