Küss mich, Kate

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Juni 2020
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"Triumphaler Erfolg des ersten Musicals in Österreich" - mit Jubelmeldungen wie dieser begrüßten die Zeitungen Marcel Prawys "Kiss me, Kate"-Produktion im Februar 1956 an der Volksoper. Das Werk blieb - mit drei Neuinszenierungen und insgesamt 338 Vorstellungen an unserem Haus - ein Lieblingsmusical des Publikums. Vor genau 17 Jahren fand die letzte "Kate"-Produktion an der Volksoper statt; nun präsentiert ein Team um den Hausdebütanten Bernd Mottl und den schon bei "Hello, Dolly!" erfolgreichen Dirigenten John Owen Edwards den Klassiker in (von Peter Lund auch textlich) erneuertem Gewand.

Werkbeschreibung

 

Kiss me, Kate


Mit Geschick, Geschmack und einer großen Portion Humor verquickten Dichterkomponist Cole Porter und seine Textautoren Samuel und Bella Spewack die Bühnenwelt William Shakespeares mit einer unterhaltsamen Rahmenhandlung: Ein zerstrittenes Künstlerpaarhat "Der Widerspenstigen Zähmung" darzustellen - Hangreiflichkeiten, mitreißende Tanzeinlagen und exquisite Broadway-Musik inklusive! 1948 erblickte "Kate" das Licht des Broadway und blieb fortan eines der Spitzenwerke der Gattung. Ein halbes Jahrhundert später stellte Don Sebesky eine modernisierte Neuinstrumentierung her, die nun erstmals an unserem Hause erklingt. Der Import des Musicals nach Österreich war eine musikhistorische Leistung, die Marcel Prawy in seinen Lebenserinnerungen auch als Abenteuer schildert; auf diese Weise entschied sich der Dramaturg für "Kate" und lernte bei der Gelegenheit auch einen seiner Hauptdarsteller kennen: "Überall im Land waren Sommertheater, wo eine Gruppe von jungen Leuten für den ganzen Sommer engagiert war. Jede Woche ein anderes Musical, so dass Sie, wenn Sie herumfuhren, die gesamte Literatur in einem Sommer studieren konnten. Und genau das habe ich gemacht, mit einem schrecklichen, billigen Oldsmobile, das immer wieder zusammengebrochen ist. Ich habe mir also alle Stücke angeschaut und mir dann gesagt: 'Kiss me, Kate' - das verstehen sie! Ein Shakespeare, ein streitendes Ehepaar auf der Bühne, Eifersucht wegen einer Soubrette, außerdem großartige Musik, ein wunderbares Stück, gescheit! [...] Und dann war ich in Valley Forge, Pennsylvania, und hatte einen Reifenplatzer. Da kam ein junger Schwarzer und fragte mich, ob er helfen könne. [...] Er war Mitglied des Reise-'Porgy and Bess' von 1952, war in ganz Europa gewesen, konnte ein bisschen Deutsch und Tschechisch. Es war Hubert Dilworth, der später der Manager von Leontyne Price wurde. Ich fragte ihn, was er hier mache. Er antwortete, er spiele heute Abend 'Kiss me, Kate'. [...] Und ich fuhr mit ihm in die Vorstellung, war davon begeistert, auch von ihm, und meinte dann: 'Würden Sie jemals daran denken, nach Wien zu kommen und das auf Deutsch zu spielen? [...] Er hat nie gedacht, dass das wahr werden könnte."

Programm und Besetzung

Volksoper Wien

Öffentliche Verkehrsmittel:

U-Bahnlinie U6
Straßenbahnen 40, 41, 42
Bus 40A
Haltestelle „Währinger Straße / Volksoper“

Ein Taxistandplatz befindet sich am Währinger Gürtel.
Parkgaragen im WIFI und im AKH

 

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette.

Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen rund 35 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Von der „Zauberflöte“ bis zu „Turandot“, vom Musical „My Fair Lady“ bis zum Ballett „Ein Sommernachtstraum“ reicht dabei das Repertoire der Volksoper Wien. Nicht zu vergessen Operettenklassiker wie „Die Fledermaus“, „Die lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Ein Walzertraum“.

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. Nachdem viele seiner Vorgänger das Haus frühzeitig verlassen haben, hat Robert Meyer mit der Zusicherung, er würde ein Langzeitdirektor, das Vertrauen von Publikum, Ensemble und Mitarbeitern gewonnen. Rasch konnte er die Volksoper wieder als das Musiktheater Wiens positionieren, indem Unterhaltung gepaart mit größter künstlerischer Qualität geboten wird.

Bereits im ersten Jahr seiner Direktion gelang es dank seiner Popularität und mit einem ambitionierten Spielplan, Publikumsschichten zurückzugewinnen, die Auslastung zu erhöhen und die Einnahmen zu steigern. Auch auf dem Gebiet der Stammbesucher konnte ein großer Erfolg verbucht werden: Nachdem ein Jahrzehnt lang die Zahl der Abonnenten stetig zurückging, ist sie in diesem Jahr massiv angestiegen. Auch die Zahl der Wahlabonnenten wurde versiebenfacht.

Besonderes Augenmerk legt Meyer in seiner Programmierung auf die Operette, an deren Aufwertung er arbeitet. Daneben zählen Opern des 18., 19. und 20. Jahrhunderts, klassisches Musical und Ballett zu den Repertoiresäulen der Volksoper. Mit „Volksoper Spezial“ wurde eine 5. Sparte geschaffen, die Soireen, Kabarettistisches und Parodistisches umfasst und die Bedeutung von Schauspieler-Musiktheater an der Volksoper unterstreicht. Neben Schauspielerkollegen aus Burgtheater, Josefstadt und Volkstheater steht Publikumsmagnet Robert Meyer selbst in zahlreichen Vorstellungen auf der Bühne der Volksoper.

Mit einem kinderfreundlichen Programm, Kinder-Workshops, Ermäßigungen, Kinder-Zyklen, Schulprojekten und Führungen wird Kindern der Zugang zur Welt des Musiktheaters erleichtert.

By Bwag - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34011212
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