LA JUIVE

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September 2022
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Erster Akt
Konstanz 1414.
Die Menge bejubelt des Reichsfürsten Léopold Sieg über die Hussiten. Ruggiero, Oberbürgermeister von Konstanz, verkündet, dass das in der Stadt tagende Konzil ein Freudenfest anberaumt habe. 
Trotz des Festes wird im Hause des jüdischen Goldschmieds Eléazar gearbeitet. Man stellt ihn und seine Tochter Rachel zur Rede. Eléazar bekennt, dass er sich nicht um die Bräuche einer Kirche kümmere, durch die einst seine beiden schuldlosen Söhne umgebracht worden seien. Daraufhin droht ihm Ruggiero mit der Todesstrafe. 
Der Konzilspräsident Kardinal Brogni tritt hinzu, fragt nach Namen und Herkunft des Juden. Eléazar erinnert ihn daran, dass er ihn einst aus Rom gewaltsam verbannt habe, als Brogni noch im Staatsdienst war und Frau und Tochter hatte. Der Kardinal bittet Eléazar um Verzeihung, er sei begnadigt, könne Brognis Freund werden. Doch Eléazar weist die Geste der Versöhnung zurück. 
Die unterschiedlichen Standpunkte werden deutlich: Borgni meint, dass auch Juden Gottes Gnade gewährt werden solle, Rachel will die Christen nicht mehr hassen, wenn von deren Seite Frieden verheißen wird, Eléazar wünscht den Christen das Verderben, auch wenn von diesen die Duldung der Juden versprochen wird, und Ruggiero stellt fest, dass die Juden die Feinde aller Christen bleiben würden.

Léopold, mit Prinzessin Eudoxie verheiratet, ist der heimliche Geliebte Rachels, bei der er sich für einen jüdischen Maler namens Samuel ausgibt. Rachel lädt ihn zum abendlichen Pessach-Mahl.

Auch Eléazar und Rachel möchten dem Festzug beiwohnen. Weil sich beide vor das Domtor gestellt haben, lässt Ruggiero sie erneut verhaften. Doch da tritt Léopol dazwischen, und sofort werden die Gefangenen wieder freigelassen. Rachel kann sich diesen Einfluss ihres Geliebten nicht erklären. Im Rahmen des Festes, das seinen Lauf nimmt, wird das jüngste Kind von Eudoxie und Léopold getauft. 

2. Akt
Pessach-Mahl in Eléazars Haus. Auch Léopold, verkleidet als Jude Samuel, ist zugegen. Man betet, Eléazar verteilt ungesäuertes Brot. Léopold lässt sein Brotstückchen unter dem Stuhl verschwinden, was nur Rachel bemerkt. 
Es klopft. Vorsichtshalber wird die jüdische Festtafel weggeräumt, Léopold verbirgt sich. Prinzessin Eudoxie betritt Eléazars Haus, um für ihren Gatten Schmuck zu bestellen. Nachdem sie wieder gegangen ist, gesteht Léopold Rachel, ein Christ zu sein. Sie ist entsetzt, lässt sich aber dennoch von Léopold zur Flucht überreden. Eléazar tritt den beiden entgegen. Trotz der Fluchtabsichten will er Léopold ungestraft gehen lassen. Als dieser aber gesteht, ein Christ zu sein, will Eléazar ihn töten. Nur Rachels Kummer bewegt den Goldschmied, zu verzeihen. Er will Rachel den Geliebten zum Gemahl geben. Nun aber weist Léopold Rachel zurück: ihm sei eine Ehe mit der Jüdin unmöglich. Eléazar schwört Rache, Léopold flieht.

3. Akt
Rachel hat Léopold bis zum Palast Eudoxies verfolgt und schleicht sich dort als Dienerin ein. Während einer festlichen Gesellschaft preist der Chor Léopolds Heldentaten. 
Eléazar bringt den von Eudoxie bestellten Schmuck. Als sie Léopold im Namen des Kaisers die Kette umhängen will, tritt Rachel dazwischen und entreißt ihr die Kette. Nun hat sie die wahre Identität des Geliebten erkannt, klagt ihn öffentlich des Meineids an und offenbart, er habe mit ihr, einer Jüdin, gegen das Gesetz eine Liebesbeziehung gehabt. Léopold wagt es nicht, sich zu verteidigen. Brogni verhängt einen Bannfluch über Eléazar, Rachel und Léopold. 

4. Akt
Prinzessin Eudoxie besucht die gefangene Rachel. Nur wenn diese ihre Aussage gegen Léopold widerrufe, könne er am Leben bleiben. Rachel gibt nach und rettet damit Léopold. 

Programm und Besetzung

Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Inszenierung: Günter Krämer
Bühnenbild und Kostüme: Gottfried Pilz
Bühnenbild und Kostüme: Isabel Ines Glathar


Eléazar, ein Goldschmied: Roberto Alagna
Rachel, seine Tochter: Sonya Yoncheva
Prinzessin Eudoxie: Nina Minasyan
Kardinal Brogni: Günther Groissböck
Léopold, Reichsfürst: Cyrille Dubois

Fotogalerie

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

© Bwag/Commons
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