Lucia di Lammermoor

Handlung

Die Handlung spielt in Schottland gegen Ende des 16. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Fehden zwischen Katholiken und Protestanten. Die Familie Ashton hat seit einiger Zeit die gegnerische Familie der Ravenswoods, Anhänger Maria Stuarts, verdrängt und ihr in der Gegend des Dorfes Lammermoor gelegenes Schloss eingenommen.

 

Erster Teil: La partenza – Der Aufbruch

 

Erster Akt

Erstes Bild: Garten (oder Atrium) im Schloss von Ravenswood

Enrico Ashton und seine Gefolgsleute durchsuchen die Gegend nach einem Unbekannten. Enrico erfährt, dass seine Schwester Lucia seinen Erzfeind Edgardo liebt. Die Männer bestätigen, Edgardo in der Nähe gesehen zu haben. Enrico schwört Rache (Cruda, funesta smania (Grausame, finstere Raserei)).

Zweites Bild: Park

Lucia wartet nachts mit ihrer Begleiterin Alisa im Wald auf Edgardo. Lucia ist beunruhigt: Ihr erschien der Geist einer Frau, die von ihrem Geliebten, einem Ravenswood, an diesem Ort aus Eifersucht erstochen wurde (Regnava nel silenzio (Er herrschte in der Stille)). Alisa bittet ihre Herrin, der unglückseligen Liebe zu entsagen. Edgardo erscheint, um sich von Lucia zu verabschieden. Vorher möchte er sich mit Enrico versöhnen und ihn um Lucias Hand bitten. Als diese ihn davon abzubringen versucht, bricht sein alter Hass gegen die verfeindete Familie wieder durch. Zum Abschied schwören sich die Liebenden ewige Treue. (Sulla tomba che rinserra (Über dem Grab, das (den verräterischen Vorfahren) gefangen hält)).

 

Zweiter Teil: Il contratto nuziale – Der Ehevertrag
Zweiter Akt

Erstes Bild: Kabinett in den Gemächern Lord Ashtons

Normanno und Enrico haben alle Briefe Edgardos und Lucias abgefangen. Sie verunsichern die junge Frau und versuchen, sie zur Hochzeit mit Arturo zu drängen, der dafür Enrico politisch unterstützen will. Ein gefälschter Brief, der Edgardos Untreue belegen soll, soll sie gefügig machen. Enrico und Raimondo setzen sie unter Druck.

Zweites Bild: Prächtiger Saal, verschwenderisch zum Empfang Arturos geschmückt

Hochzeitsfeier. Die Gäste begrüßen Enrico und Arturo. Lucia wird hereingeführt und dazu gedrängt, den Ehevertrag zu unterzeichnen. Als Edgardo plötzlich hereinstürzt und sein Recht fordert, bricht sie zusammen. Zornig verflucht er sie wegen ihrer vermeintlichen Untreue (Chi mi frena in tal momento (Wer hält mich in einem solchen Augenblick zurück?)).

 

Dritter Akt

Erstes Bild: Salon im Erdgeschoss des Turms von Wolferag

Während eines Gewitters sucht Enrico Edgardo in dessen verbliebener Turmbehausung auf. Er schürt Edgardos Eifersucht und will sich an seinem Feind rächen. Sie verabreden sich für den nächsten Morgen zum Duell bei den Gräbern der Ravenswoods.

Zweites Bild: Galerie des Schlosses von Ravenswood

Die fröhliche Hochzeitsfeier wird unterbrochen: Raimondo berichtet, Lucia habe ihren Bräutigam Arturo erstochen und sei wahnsinnig geworden. Lucia erscheint in blutüberströmtem Kleid mit einem Messer in der Hand. In Gedanken erlebt sie eine kirchliche Trauung mit Edgardo (Wahnsinnsarie Il dolce suono […] Spargi d’amaro pianto (Der süße Klang ... bittere Klagen), in der Originalfassung begleitet von einer Glasharmonika, schon früh ersetzt durch eine Flöte, erstmals wieder verwendet in München 1991 unter Michel Plasson).

Drittes Bild: Außerhalb des Schlosses

Edgardo erwartet Enrico zum Duell (Tombe degli avi miei (Gräber meiner Väter)). Er erfährt, dass Lucia wahnsinnig geworden ist und im Sterben liegend nach ihm verlangt. Da erklingt die Totenglocke. Edgardo folgt seiner Geliebten in den Tod und ersticht sich (Tu che a Dio spiegasti l’ali (Du, der du deine Flügel zu Gott ausbreitete)).

Programm und Besetzung

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Juni 2020

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

© Bwag/Commons
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