Madama Butterfly

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November 2024
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Handlung

1. AKT

Auf einem Hügel mit Blick auf Nagasaki besichtigt der amerikanische Marineleutnant Benjamin Franklin Pinkerton ein Haus samt Dienerschaft, das der Heiratsvermittler Goro für ihn organisiert hat. 

Hier wird er mit seiner zukünftigen Ehefrau Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, die Flitterwochen verbringen. Der Vertrag über Haus und Ehefrau läuft 999 Jahre, ist aber für den Amerikaner monatlich kündbar. Der erste Hochzeitsgast ist der amerikanische Konsul Sharpless. Pinkerton schwärmt ihm gegenüber von seiner unverbindlichen Heirat; Sharpless hingegen hat Cio-Cio-Sans Stimme bei ihrem Besuch am Vortag im Konsulat aufhorchen lassen: Er warnt seinen Landsmann davor, diese Frau unglücklich zu machen. Pinkerton stößt mit ihm auf den Tag an, an dem er mit einer amerikanischen Frau »eine echte Ehe« eingehen wird.

Butterfly erreicht mit ihren Freundinnen das Haus. Im Gespräch mit Sharpless und Pinkerton erzählt sie, dass ihre ehemals reiche Familie nach dem Tod des Vaters verarmt sei, sodass sie als Geisha arbeiten musste. Währenddessen sind Butterflys Verwandte eingetroffen und beurteilen hinter vorgehaltener Hand den Bräutigam. Butterfly zeigt Pinkerton ihre mitgebrachten persönlichen Dinge, darunter ist auch ein Gegenstand, über den sie ungerne spricht: der Dolch, mit dem ihr Vater sich auf Befehl des Kaisers das Leben genommen hat. Sie erzählt Pinkerton, dass sie heimlich seine Religion angenommen habe, um sein Leben ganz teilen zu können.

Der kaiserliche Kommissar legt in Anwesenheit eines Standesbeamten den Ehevertrag vor, die Brautleute unterschreiben, und damit ist die Ehe geschlossen; die offiziellen Gäste verlassen das Fest. Pinkerton, der die »angemietete« Verwandtschaft Butterflys als lästig empfindet, will die Familienfeier schnell hinter sich bringen, als der Onkel Butterflys, ein buddhistischer Priester, hereinstürmt. Er verflucht Butterfly für ihren Religionswechsel, worauf ihre ganze Familie sie verstößt. Pinkerton wirft die Gäste hinaus und bleibt mit seiner weinenden Frau allein. Voll Vorfreude auf die Hochzeitsnacht tröstet er sein »Spielzeug«. Pinkertons Worte überzeugen Butterfly davon, dass er ihr den Verlust ihrer Familie ersetzen wird. Sie verbringen ihre erste gemeinsame Nacht.

 

2. AKT, 1. TEIL

Die Abreise Pinkertons aus Japan liegt drei Jahre zurück. Sein und Cio-Cio-Sans Kind, ein blonder, blauäugige Junge, wurde nach seiner Abreise geboren. 

Cio-Cio-San, das Kind und die Dienerin Suzuki leben zwar immer noch im Haus auf dem Hügel, denn die monatlichen Mietzahlungen lässt Pinkerton vom Konsul tätigen, aber das Geld für ihre Lebenshaltungskosten ist nahezu aufgebraucht. Suzuki zweifelt daran, dass Pinkerton zurückkehren wird, doch Cio-Cio-San malt sich und ihr den Tag seiner Ankunft in leuchtenden Farben aus.

Konsul Sharpless sucht Butterfly auf. Er will ihr einen sie betreffenden Brief Pinkertons vorlesen. Sie werden von Goro gestört, der seit Pinkertons Abreise regelmäßig versucht, Cio-Cio-San an einen neuen Ehemann zu vermitteln, was sie konsequent ablehnt. Fürst Yamadori, der hartnäckigste der neuen Heiratskandidaten, macht ihr erneut seine Aufwartung. Cio-Cio-San besteht im Vertrauen auf das verbindliche amerikanische Eherecht weiterhin auf der Anrede »Madama B. F. Pinkerton« und fertigt ihn demonstrativ ab. Sharpless’ Lektüre des Briefes unterbricht Cio-Cio-San immer wieder durch Ausdrücke ihres Entzückens, sodass der Hauptteil des Briefes ungelesen bleibt. Angesichts ihrer Blindheit dem Offensichtlichen gegenüber fragt Sharpless sie voll Ungeduld, was sie täte, sollte Pinkerton nie mehr zurückkehren. Zwei Möglichkeiten blieben ihr, sagt Cio-Cio-San: den Dienst als Geisha wieder aufzunehmen oder zu sterben. 

Als Sharpless sie überreden will, die Hand Yamadoris nicht auszuschlagen, präsentiert Cio-Cio-San ihm triumphierend das Kind, das sie als Garantie für die Rückkehr Pinkertons betrachtet. Sharpless verspricht, Pinkerton über die Existenz des Kindes zu informieren. Kaum ist er gegangen, als ein Kanonenschuss die Ankunft eines amerikanischen Kriegsschiffes im Hafen ankündigt: Das Schiff Pinkertons! Cio-Cio-San triumphiert euphorisch, weist Suzuki an, sämtliche Blumen des Gartens zu pflücken, und dekoriert damit das Haus. Sich selbst schmückt sie mit ihrem Hochzeitskleid, dann wartet sie mit Suzuki und dem Kind auf Pinkerton. Es wird Nacht.

 

2. AKT, 2. TEIL

Am Morgen ist Pinkerton immer noch nicht eingetroffen. 

Erst als Cio-Cio-San sich mit dem Kind zurückzieht, um sich auszuruhen, schleicht Sharpless mit ihm ins Haus und bittet Suzuki um Hilfe: Sie soll Cio-Cio-San überzeugen, das Kind an Pinkerton und dessen mitgereiste, im Garten wartende amerikanische Ehefrau Kate zu übergeben.

Pinkerton wird von seinen Schuldgefühlen überwältigt und entzieht sich einer Konfrontation, während Kate sich der Unterstützung Suzukis versichert. Suzuki und Sharpless machen Cio-Cio-San in wenigen Worten klar, dass Pinkerton nicht um ihretwillen zurückgekehrt ist, sondern um das Kind abzuholen.

Cio-Cio-San erklärt, ihren Sohn nur an Pinkerton persönlich zu übergeben. Allein gelassen, bereitet sie ihre Selbsttötung mit dem Dolch ihres Vaters vor. Dem von Suzuki zu ihr geschickten Kind verbindet sie die Augen, bevor sie sich ersticht. Pinkerton findet sie sterbend.

 

1. AKT - CA. 55 MIN

PAUSE - CA. 25 MIN

2. AKT - CA. 85 MIN

Programm und Besetzung

Cio-Cio-San: Marina Rebeka

Suzuki: Daria Sushkova

Kate Pinkerton: Anita Monserrat

Pinkerton: Joshua Guerrero

Sharpless: Stefan Astakhov

 

Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti

Inszenierung: Anthony Minghella

Regie und Choreographie: Carolyn Choa

Bühne: Michael Levine

Kostüme: Han Feng

Licht: Peter Mumford

Puppendesign und -regie: Blind Summit Theatre Mark Down & Nick Barnes

Fotogalerie
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Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

© Bwag/Commons
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