Tamikrest (Mali)

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Juni 2024
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Eine faszinierende Symbiose aus afrikanischer und westlicher Musik, für die Tamikrest am Ende gebührend gefeiert werden. (Süddeutsche Zeitung)

 

Zwei E-Gitarren sind das Um und Auf im rockigeren Tamikrest-Sound. Eine fein mäandernde psychedelische und eine Wüstenblues-Gitarre. Rauschhaftes klingt auch auf den gar nicht wenigen balladesken Stücken durch. So handelt »Azawad« (tuareg-berberisch für Savanne) davon, dass der Kern von Tamikrest, die sich in der Stadt Kidal gründeten, von der Unabhängigkeit dieses riesigen, kargen Landstrichs im Norden Malis, der von 2012 bis 2013 beinahe ein eigener Staat war, träumt. »Tamotaït« steht für die Hoffnung auf positiven Wandel, für eine zumindest demokratische und wirtschaftlich tragfähige Entwicklung in der Heimat der Kel Tamasheq. Auch wenn die politischen Umstände gravierend miserabel sind, lässt sich die Band um Songschreiber Ousmane Ag Mossa, verstärkt um zwei Franzosen, keineswegs das Leben verdrießen. Und dank David Odlum, der in seinem Black Box Studio u. a. Glen Hansard und Tinariwen produzierte, ist der Tamikrest-Sound Vintage-mäßiger. Dieser Desert Blues hat Patina, ohne altbacken zu wirken. Besonders gut kommt dies im erhabenen »Timtarin« zur Geltung, dem der Gesang der marokkanischen Vokalistin Hindi Zahra eine besondere Note verleiht. Einmalig schön ist auch das Outro »Tabsit«. Darauf haben sich Tamikrest mit japanischen Gastmusikern an der 5-saitigen Tonkori und der Shamisen zusammengetan. Landschaftliche Weite klingt mit fernöstlichen Instrumenten anders. Wüste trifft auf das Land der aufgehenden Sonne. Tamikrest sind oft auf Tour und im Exil, in Paris, im algerischen Tamanrasset, wo auch viele Sahrouris aus der ehemals spanischen und jetzt marokkanisch besetzten Westsahara Zuflucht gefunden haben, bzw. im Grenzland zu Mali. Weltbürger mit einem ganz besonderen Sound. (skug.at)

 

Tamikrest bedeutet so viel wie „Knotenpunkt“ oder „Bündnis“ in der Sprache der Kel Tamashek, einem traditionellen Nomaden-Volk aus der Sahara, das auch die Tuareg genannt wird. Es ist ein passender Name für eine Band, die so erfolgreich die Werte ihrer zeitlosen Kultur mit den Klängen und Visionen, die sie bei ihren Reisen auf den Konzertbühnen dieser Welt kennengelernt hat, verbindet. Spuren von Dub, Blues, Psychedelia, Funk und sogar Art-Rock fließen in Tamikrests moderne Interpretation der traditionellen Tuareg-Musik.

 

2020 ist das fünfte Studioalbum „Tamotaït“ erschienen. Das Album definiert sich über seinen Titel, sagt Sänger Ousmane Ag Mossa. „Tamotaït“ bedeutet Hoffnung: die Hoffnung auf ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen im Norden Malis und der gesamten Region, auf die Chance, mit den Plänen für einen eigenen demokratischen Staat namens Azawad voranzukommen. 2012 war es schon einmal so weit, der Staat hat jedoch nur für etwa ein Jahr existiert und wurde international nicht anerkannt.
Mossa: „In dem Song „Azawad“ geht es um mein Volk, die Kel Tamashek, und die Hoffnung darauf, dass wir eines Tages selbst über unsere Zukunft entscheiden können. Wir wollen in Freiheit leben und unsere Kultur und Identität bewahren. Wir sind über fünf Länder verteilt, die Regierungen wissen meist nichts von unseren Traditionen. Als Künstler setze ich mich für die Rechte meines Volkes ein.“ (Pressetext)

 

“The heaviest desert rock-out yet … Tamikrest’s music blazes with a righteous intensity that is almost scary.”

Programm und Besetzung

Ousmane Ag Mossa: Gitarre, Leadgesang
Paul Salvagnac: Gitarre
Cheikh Ag Tiglia: Bass, Gesang
Nicolas Grupp: Schlagzeug

PORGY & BESS Jazzclub Wien

Das Porgy & Bess (eigentlich Jazz- and Musicclub Porgy & Bess) ist ein Jazzclub in der Riemergasse 11 im 1. Bezirk von Wien. Der 1993 gegründete Club gilt „als wichtigster Jazzveranstalter und Szenetreffpunkt“ der österreichischen Hauptstadt.

Das Programm des Porgy & Bess spricht ein sehr großes Publikum an, etwa 70.000 Gäste im Jahr; entsprechend wird Jazz „sehr pluralistisch verstanden“, und im Programm „auch in Randbereiche, wie elektronische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik, vorgedrungen.“  Neben zahlreichen internationalen Interpreten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum, finden auch österreichische Musiker hier eine Auftrittsmöglichkeit. Der Club bietet auch die Bühne für Events, wie etwa die Verleihung des Austrian World Music Award.

Dem Musikwissenschaftler Christian Scheib zufolge ist das Porgy & Bess „gleichzeitig essenziell für die Weiterentwicklung der musikalischen (Jazz-)Wirklichkeit einer Stadt“ und braucht und verbraucht „als Stadtraum schlicht alltäglich Musik“. Es schaffe sich „durch künstlerische Vorlieben, akustische Qualität, Fassungsvermögen und realer Auslastung die notwendige Abgrenzung von anderen Clubs.“ Dabei erlauben die unterschiedlichen Bereiche des Jazzclubs – Bereich vor der Bühne mit Tischen, Galerie im oberen Stockwerk, ein seitlicher Bereich mit einer Bar am Tresen – unterschiedlich intensive Konzentration auf das Konzertgeschehen. Für die Jazzthetik ist das Porgy & Bess sogar ein „Traditionsclub.“

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