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Ariadne auf Naxos

Venue Wiener Staatsoper
CalendarSo. 22 Nov. 2026 - Sa. 24 Apr. 2027
Inhalt / Details

 

Ariadne auf Naxos – Richard Strauss | Oper

Oper in einem Akt nebst einem Vorspiel

Text: Hugo von Hofmannsthal

Sprache: Deutsch

 

Über das Werk

Als die ge­plan­te Auf­füh­rung sei­ner Opera seria Ariad­ne auf Na­xos im Pa­last ei­nes Wie­ner Neu­rei­chen mit der Tanz­mas­ke­ra­de ei­ner ita­lie­ni­schen Ko­mö­di­en­trup­pe zu­sam­men­ge­legt wird, ist der jun­ge Kom­po­nist zu­nächst ver­zwei­felt.

Dass er sich ein­ver­stan­den er­klärt, ist vor al­lem der Tän­ze­rin Zer­bi­net­ta zu ver­dan­ken. In der Oper selbst be­geg­nen wir Ari­ad­ne, ver­las­sen und ver­zwei­felt. Erst dem Gott Bac­chus ge­lingt es, sie zu neu­em Le­ben zu er­we­cken. In der mys­ti­schen Ver­ei­ni­gung der bei­den bleibt noch Platz für Zer­bi­net­tas Spott: »Kommt der neue Gott ge­gan­gen, hin­ge­ge­ben sind wir stumm!«

 

 

Handlung

 

VORSPIEL

Im Pa­lais des »reichs­ten Man­nes von Wien« herrscht ge­schäf­ti­ge Un­ru­he. Be­diens­te­te rich­ten die Büh­ne für den Abend her, wäh­rend sich hin­ter den Ku­lis­sen zwei völ­lig ver­schie­de­ne Trup­pen auf ih­ren Auf­tritt vor­be­rei­ten. Die ei­ne soll ei­ne Ope­ra se­ria auf­füh­ren: Ariadne auf Naxos, das Erst­lings­werk ei­nes jun­gen Kom­po­nis­ten. Die an­de­re ist ei­ne auf Im­pro­vi­sa­ti­on und Ko­mik spe­zia­li­sier­te Com­me­dia-dell’ar­te-Trup­pe um Zer­bi­net­ta.

Zwi­schen den Be­tei­lig­ten flie­gen schon vor Be­ginn die Fun­ken. Sän­ger, Tän­zer und Ko­mö­di­an­ten be­geg­nen ein­an­der mit Miss­trau­en und Ei­fer­sucht. Dann über­bringt der Haus­hof­meis­ter im Na­men des Haus­herrn ei­ne un­er­war­te­te An­wei­sung: Aus Zeit­grün­den sol­len die bei­den ge­plan­ten Auf­füh­run­gen nicht nach­ein­an­der, son­dern gleich­zei­tig statt­fin­den, denn nach dem Thea­ter ist noch ein Feu­er­werk vor­ge­se­hen.

Für den jun­gen Kom­po­nis­ten ist das ein Schock. Er sieht sein Werk ent­stellt, sei­ne künst­le­ri­schen Idea­le ver­ra­ten und denkt dar­an, die Auf­füh­rung ganz zu­rück­zu­zie­hen. Der prag­ma­ti­sche Mu­sik­leh­rer ver­sucht zu ver­mit­teln und die Si­tua­ti­on zu ret­ten. Vor al­lem aber ist es Zer­bi­net­ta, die den Kom­po­nis­ten mit Charme, Selbst­be­wusst­sein und Le­bens­er­fah­rung aus sei­ner Ver­zweif­lung her­aus­lockt. Schließ­lich beugt er sich der Rea­li­tät. Mit ei­nem Hym­nus auf die Mu­sik nimmt er Ab­schied von sei­ner ur­sprüng­li­chen Vor­stel­lung, und die Auf­füh­rung be­ginnt in der neu­en, er­zwun­ge­nen Form.

 

OPER

Vor ei­ner Höh­le auf der In­sel Na­xos trau­ert Ari­ad­ne um The­seus, der sie ver­las­sen hat. Seit­dem ist für sie die Welt zum Still­stand ge­kom­men. Sie sehnt den Tod her­bei und nimmt kaum wahr, was um sie ge­schieht. Auch die drei Nym­phen – Na­ja­de, Drya­de und Echo – kön­nen sie nicht aus ih­rer Er­star­rung lö­sen.

Dann er­schei­nen Zer­bi­net­ta und ih­re Ge­fähr­ten. Sie ver­su­chen mit Witz, Charme und Thea­ter­kunst, Ari­ad­ne auf­zu­hei­tern. Vor al­lem Zer­bi­net­ta hält der Ver­las­se­nen ih­re ei­ge­ne Er­fah­rung ent­ge­gen: Lie­be ist für sie kein ein­ma­li­ges, un­wi­der­ruf­li­ches Schick­sal, son­dern et­was Be­weg­li­ches, Ver­än­der­li­ches. In ih­rer gro­ßen Arie wirbt sie für den Wech­sel, für die Fä­hig­keit, sich neu zu ver­lie­ben und dem Le­ben nicht ei­ne ein­zi­ge Form vor­zu­schrei­ben.

Ari­ad­ne bleibt da­von un­be­rührt. Für sie gibt es nur die ab­so­lu­te Treue und den to­ta­len Ver­lust. Erst als aus der Fer­ne ein jun­ger Frem­der naht, ge­rät ih­re To­des­sehn­sucht ins Wan­ken. Es ist Bac­chus, der eben den Ar­men der Zau­be­rin Cir­ce ent­kom­men ist, bei der er nicht fin­den konn­te, was er such­te. Er ist er­schöpft, su­chend und zu­gleich von gött­li­cher Strahl­kraft.

Ari­ad­ne hält ihn zu­nächst für den To­des­bo­ten, den sie her­bei­ge­sehnt hat, und geht ihm ent­ge­gen. Doch in der Be­geg­nung der bei­den ver­wan­delt sich die Si­tua­ti­on. Aus Trau­er wird Eks­ta­se, aus Ver­las­sen­heit ei­ne neue Bin­dung. Ari­ad­ne und Bac­chus er­ken­nen im an­de­ren je­weils mehr, als sie er­war­tet ha­ben: ei­nen Aus­weg aus Ein­sam­keit und Irr­fahrt, ei­ne neue Mög­lich­keit des Le­bens. So en­det die Oper in ei­ner dop­pel­ten Ver­wand­lung: Ari­ad­ne und Bac­chus tre­ten als ein Paar her­vor, das wie neu ge­schaf­fen wirkt.

  • ⌖  Anreise
    • Die Wiener Staatsoper befindet sich am Opernring 2, 1010 Wien, und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, dem Taxi oder dem Auto erreichbar.
    •  
    • › Öffentliche Verkehrsmittel – U-Bahn: U1, U2, U4 (Karlsplatz); Straßenbahn: 1, 2, D, 71 (Oper, Karlsplatz); Bus: 59A; Badner Bahn (Haltestelle Oper).
    • › Mit dem Fahrrad – Fahrradabstellplätze stehen auf beiden Seiten des Opernhauses zur Verfügung.
    • › Mit dem Taxi – In unmittelbarer Nähe befinden sich Taxistandplätze. Nach den Vorstellungen stehen auch am Haupteingang Taxis bereit.
    • › Mit dem Auto & Parkmöglichkeiten – Mehrere Parkgaragen befinden sich in unmittelbarer Gehweite: Operngarage (Herbert-von-Karajan-Platz, ca. 150 m); Kärntnerringgarage (Mahlerstraße 8, ca. 200 m); Opernringhof (Elisabethstraße 2, ca. 150 m).
  • ✧  Kleiderordnung
    • › Kleiderordnung – Für Ihren Opernbesuch empfehlen wir elegante Kleidung. Flip-Flops, Unterhemden als Oberbekleidung sowie sehr kurze Shorts sind nicht gestattet. Auch Kopfbedeckungen, die anderen Gästen die Sicht auf die Bühne versperren, sind nicht erlaubt.
  • ​◷  Vorstellungsdauer und Einlass
    • › Vorstellungsdauer – Die Beginn- und Endzeiten sind für jeden Vorstellungstermin angegeben. Weitere Informationen zur Dauer, zur Anzahl der Akte und zu den Pausen finden Sie, sofern verfügbar, auf der jeweiligen Vorstellungsseite. Bitte beachten Sie, dass sich die Angaben zu den Vorstellungen ändern können.
    • › Einlass – Wir bitten Sie, rechtzeitig zur Vorstellung zu erscheinen. Bei verspäteter Ankunft ist der Einlass erst in der Pause möglich. Nach der Pause ist ein Einlass während der laufenden Vorstellung nicht mehr gestattet.
  • ⎔  Barrierefreiheit
    • › Barrierefreiheit – Aufgrund der historischen Bausubstanz ist die Wiener Staatsoper nur eingeschränkt barrierefrei. Dennoch stehen verschiedene Einrichtungen zur Verfügung, um Gästen mit eingeschränkter Mobilität einen möglichst angenehmen Besuch zu ermöglichen. Alle Sitzplatzbereiche sind mit dem Aufzug erreichbar. Auf beiden Ebenen befinden sich barrierefreie Toiletten.
    • › Rollstuhlplätze – Die Wiener Staatsoper verfügt über insgesamt 22 Rollstuhlplätze: vier im Parkett und 18 auf der Galerie (je nach Verfügbarkeit).
    • › Barrierefreier Zugang – Der stufenlose Eingang befindet sich auf der Seite des Herbert-von-Karajan-Platzes, am Beginn der Arkaden (Türbreite: 87 cm). Die Aufzüge zum Parkett und zur Galerie sind über den Schrägaufzug im Opernfoyer in der Nähe des Operncafés erreichbar. Der Galerieaufzug hat eine Kabinengröße von 95 × 140 cm und eine Türdurchgangsbreite von 80 cm. Garderoben, Pausenbuffets und barrierefreie Toiletten stehen auf beiden Ebenen zur Verfügung.
  • ☷  Hinweise für Ihren Besuch
    • › Fotografieren und Filmen – Während der Vorstellungen sind das Fotografieren, Filmen und die Nutzung von Smartphones nicht gestattet. In den Pausen und während des Schlussapplauses dürfen Fotos für private Zwecke gemacht werden. In den Proszeniumslogen ist die Verwendung von Smartphones und Kameras während der gesamten Vorstellung streng untersagt.
    • › Mobiltelefone – Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus oder aktivieren Sie den Flugmodus und verstauen Sie es während der Vorstellung, um die Künstlerinnen und Künstler sowie die anderen Gäste nicht zu stören.
    • › Garderobe – Mäntel, Jacken und größere Gegenstände wie Taschen oder Rucksäcke müssen an den kostenlosen Garderoben abgegeben werden. Diese befinden sich in der Nähe der Eingänge, auf beiden Seiten des Balkons sowie auf der Galerie. Gästen mit Logenplätzen steht die Garderobe in der jeweiligen Loge zur Verfügung.
Besetzung

Haushofmeisterin: Andrea Eckert

Musiklehrer: Michael Nagy

Komponist: Kate Lindsey

Tenor/Bacchus: Daniel Behle

Tanzmeister: Jörg Schneider

Zerbinetta: Serena Sáenz

Primadonna/Ariadne: Golda Schultz

Harlekin: Jusung Gabriel Park

Scaramuccio: Matthäus Schmidlechner

Truffaldin: Simonas Strazdas

Brighella: Daniel Jenz

Echo: Jenni Hietala

Dryade: Anja Mittermüller

 

Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst

Inszenierung: Barrie Kosky

Bühne: Rufus Didwiszus

Kostüme: Victoria Behr

Licht: Franck Evin

Veranstaltungsort
Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken
Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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