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Die Regimentstochter

Venue Wiener Staatsoper
CalendarDi. 10 Nov. 2026 - Fr. 13 Nov. 2026
Inhalt / Details

 

Die Regimentstochter – Gaetano Donizetti | Oper

Opéra comique in zwei Akten

TextL Jules Henri Vernoy de Saint-Georges & Jean Francois Alfred Bayard

SpracheL Französisch

 

Über das Werk

Marie, als Fin­del­kind vom 21. Re­gi­ment auf­ge­zo­gen, wächst als Mar­ke­ten­de­rin in­mit­ten ih­rer vie­len »Vä­ter« auf und zieht mit den Sol­da­ten in die Krie­ge.

In Ti­rol ver­liebt sie sich in den jun­gen Tonio, der aus Lie­be zu ihr dem Re­gi­ment bei­tritt. Ihr ge­mein­sa­mes Glück wird je­doch ge­stört, als ei­ne an­geb­li­che Tan­te Marie auf ihr Schloss holt, um sie stan­des­ge­mäß zu er­zie­hen und mit ei­nem pas­sen­den Ehe­mann zu ver­hei­ra­ten. Marie fühlt sich in der frem­den Welt un­wohl und sehnt sich nach ih­rem ein­fa­chen Le­ben. Schließ­lich setzt sich die Lie­be durch: Marie kehrt zu ih­rem Re­gi­ment und zu Tonio zu­rück.

 

1. Akt - ca. 90 Minuten

Pause - 25 Minuten

2. Akt - ca. 55 Minuten

 

 

Handlung

 

1. Akt - Die Tiroler Berge

Die Mar­qui­se de Ber­ken­field und ihr Ver­wal­ter Hor­ten­si­us wer­den am Tag ih­rer Flucht nach Ös­ter­reich von der An­kunft ei­nes fran­zö­si­schen Re­gi­ments über­rascht. 

Die Mar­qui­se fin­det sich plötz­lich in­mit­ten von Dorf­be­woh­nern wie­der: Die Män­ner tra­gen Waf­fen, die Frau­en be­ten zur Jung­frau. Viel­leicht als Ant­wort auf das Ge­bet zie­hen sich die Fran­zo­sen zur Er­leich­te­rung der Mar­qui­se zu­rück (Pour une femme de mon nom). Sie kann sich zur Ru­he be­ge­ben. Al­lein ge­blie­ben, trifft Hor­ten­si­us auf Sul­pi­ce, ei­nen Ser­geant des 21. Re­gi­ments. Ob­wohl sich Hor­ten­si­us durch sei­ne Angst ver­däch­tig macht, er­hält er für sich und sei­ne Her­rin ei­nen Pas­sier­schein.

 

Sul­pi­ce wird von der jun­gen Ma­rie auf­ge­sucht, die fünf­zehn Jah­re zu­vor als Kind auf ei­nem Schlacht­feld ge­fun­den wor­den war (Au bruit de la guerre, j’ai reçu le jour). Sie ist vom ge­sam­ten 21. Re­gi­ment als Toch­ter ad­op­tiert wor­den (Mon régiment, j’en suis fière vraiment) und zieht seit­her als Mar­ke­ten­de­rin mit den Sol­da­ten mit (Nommée à l’unanimité). Seit ei­ni­ger Zeit trifft sie sich mit dem Ti­ro­ler Par­ti­sa­nen To­nio, zu dem sie in Lie­be ent­brannt ist. Als Sul­pi­ce Ma­rie we­nig er­freut mit­teilt, dass sie bei die­sen Tref­fen ge­se­hen wor­den ist, be­ru­higt sie ihn mit dem Hin­weis, den jun­gen Mann in Zu­kunft nicht mehr tref­fen zu wol­len. Da wird To­nio als Ge­fan­ge­ner der Trup­pe her­ein­ge­führt (C’est un traître, qu’il périsse). Er hat­te sein Le­ben ris­kiert, um Ma­rie zu tref­fen. Um ihn zu ret­ten, teilt Ma­rie den Sol­da­ten mit, dass To­nio sie einst ge­ret­tet hat­te, als sie beim Blu­men­pflü­cken von ei­nem Fel­sen zu stür­zen droh­te (Quoi! La mort à celui qui me sauva la vie!). Auf die­se Nach­richt hin sto­ßen die Sol­da­ten mit ih­rem neu­en Freund, dem Ret­ter Ma­ries, an. Ma­rie singt das Re­gi­ments­lied (Il est là, morbleu, le beau Vingt-et-unième).

 

Das Re­gi­ment bricht ge­mein­sam mit To­nio auf, doch ihm ge­lingt es un­be­merkt zu flie­hen und zu Ma­rie zu­rück­zu­keh­ren (Quoi! Vous m’aimez?). Sul­pi­ce über­rascht die bei­den. Ma­rie muss To­nio mit­tei­len, dass sie nur ei­nen Sol­da­ten des 21. Re­gi­ments hei­ra­ten darf. Die­ser denkt aber nicht dar­an auf­zu­ge­ben.

Sul­pi­ce ge­neh­migt der Mar­qui­se de Ber­ken­field ei­nen Be­gleit­schutz, der sie si­cher auf ihr Schloss brin­gen soll. Als die Mar­qui­se ih­ren Na­men nennt, er­in­nert sich Sul­pi­ce ge­nau, die­sen Na­men be­reits in ei­nem Brief ge­le­sen zu ha­ben, den er vor fünf­zehn Jah­ren am Schlacht­feld in der Nä­he der jun­gen Ma­rie ge­fun­den hat­te. Nun stellt sich her­aus, dass die Mar­qui­se die Tan­te der Re­gi­ments­toch­ter ist. Vom Be­neh­men Ma­ries ent­setzt, be­schließt die Mar­qui­se, ih­re Nich­te auf ihr Schloss mit­zu­neh­men, um ihr ei­ne stan­des­ge­mä­ße Er­zie­hung an­ge­dei­hen zu las­sen.

Un­glück­li­cher­wei­se hat sich To­nio in eben die­sem Mo­ment als Sol­dat an­wer­ben las­sen (Ah! Mes amis, quel jour de fête!). Nun könn­te er Ma­rie hei­ra­ten, doch die­se muss nun bei­de ver­las­sen – den ge­lieb­ten Mann und ihr Re­gi­ment (Il faut partir).

 

2. Akt - Das Schloss Berkenfield

Die Mar­qui­se ist da­heim auf ih­rem Schloss, wo sie ge­ra­de ei­ne vor­teil­haf­te Hei­rat Ma­ries mit dem Her­zog Sci­pi­on de Cra­ken­torp ein­ge­fä­delt hat. Auch Sul­pi­ce, der mit­hel­fen soll, Ma­rie um­zu­er­zie­hen, ist auf dem Schloss. 

Zum Er­zie­hungs­pro­gramm ge­hört un­ter an­de­rem ei­ne mu­si­ka­li­sche Aus­bil­dung, und so soll Ma­rie die Ari­e ei­nes ita­lie­ni­schen Kom­po­nis­ten sin­gen (Le jour naissait dans le bocage). Sul­pi­ce ver­lei­tet Ma­rie je­doch, sich be­wusst da­ne­ben zu be­neh­men (Rataplan, c’est le refrain du régiment). Die­se ver­mengt in ih­rem Vor­trag die Ari­e mit mi­li­tä­ri­schen Lie­dern. Die Mar­qui­se ver­liert die Ge­duld, Ma­rie fühlt sich elend (Sous les bijoux et la dentelle, je cache un chagrin sans espoir). Plötz­lich dringt das ge­sam­te Re­gi­ment ge­mein­sam mit To­nio in das Schloss ein (C’est elle, notre fille!). Die Sol­da­ten neh­men Hor­ten­si­us in Ge­wahr­sam, wäh­rend To­nio und Sul­pi­ce Ma­rie auf­su­chen (Tous les trois réunis).

 

To­nio bit­tet die Mar­qui­se um die Hand Ma­ries (Pour me rapprocher de Marie). Als die­se die Ein­wil­li­gung ver­sagt, deckt To­nio auf, was er von sei­nem On­kel er­fah­ren hat: dass die Mar­qui­se nicht Ma­ries Tan­te ist und er des­halb be­reit ist, die jun­ge Frau zu ent­füh­ren. Mit Sul­pi­ce al­lein­ge­las­sen, ge­steht die Mar­qui­se die Wahr­heit: Sie selbst wä­re die Mut­ter Ma­ries, und der Va­ter des Mäd­chens ein ge­wis­ser Haupt­mann Ro­bert. Aus Angst, dass ih­re nicht stan­des­ge­mä­ße Be­zie­hung auf­ge­deckt wer­den könn­te, hat­te sie das Mäd­chen zu­rück­ge­las­sen.

Die Gäs­te, die zur Un­ter­zeich­nung des Ehe­ver­trags ein­ge­la­den wur­den, er­schei­nen. Ma­rie wei­gert sich, ihr Zim­mer zu ver­las­sen. Die Mar­qui­se ist am En­de ih­rer Weis­heit, und die im­po­san­te Her­zo­gin de Cra­ken­torp be­ginnt un­ge­dul­dig zu wer­den. Da teilt Sul­pi­ce Ma­rie das Ge­heim­nis ih­rer Ge­burt mit, wor­auf die­se sich nicht län­ger wi­der­set­zen kann. Nun ver­lässt Ma­rie ihr Zim­mer und ist be­reit, den Ehe­ver­trag zu un­ter­zeich­nen, als plötz­lich To­nio und die Sol­da­ten her­ein­stür­men (Au secours de notre fille, nous accourons tous ici). Die Gäs­te sind ent­setzt, als sie er­fah­ren, dass das jun­ge Mäd­chen ei­ne Mar­ke­ten­de­rin ge­we­sen ist (Une Fille de régiment), än­dern aber ih­re Mei­nung, da sie die Ge­füh­le Ma­ries er­ken­nen (Au fait, elle est charmante!). Die Mar­qui­se, die ih­re Toch­ter nicht op­fern möch­te, ak­zep­tiert die Hei­rat mit To­nio. Je­der stimmt in den Ab­schluss­chor Salut à la France ein.

  • ⌖  Anreise
    • Die Wiener Staatsoper befindet sich am Opernring 2, 1010 Wien, und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, dem Taxi oder dem Auto erreichbar.
    •  
    • › Öffentliche Verkehrsmittel – U-Bahn: U1, U2, U4 (Karlsplatz); Straßenbahn: 1, 2, D, 71 (Oper, Karlsplatz); Bus: 59A; Badner Bahn (Haltestelle Oper).
    • › Mit dem Fahrrad – Fahrradabstellplätze stehen auf beiden Seiten des Opernhauses zur Verfügung.
    • › Mit dem Taxi – In unmittelbarer Nähe befinden sich Taxistandplätze. Nach den Vorstellungen stehen auch am Haupteingang Taxis bereit.
    • › Mit dem Auto & Parkmöglichkeiten – Mehrere Parkgaragen befinden sich in unmittelbarer Gehweite: Operngarage (Herbert-von-Karajan-Platz, ca. 150 m); Kärntnerringgarage (Mahlerstraße 8, ca. 200 m); Opernringhof (Elisabethstraße 2, ca. 150 m).
  • ✧  Kleiderordnung
    • › Kleiderordnung – Für Ihren Opernbesuch empfehlen wir elegante Kleidung. Flip-Flops, Unterhemden als Oberbekleidung sowie sehr kurze Shorts sind nicht gestattet. Auch Kopfbedeckungen, die anderen Gästen die Sicht auf die Bühne versperren, sind nicht erlaubt.
  • ​◷  Vorstellungsdauer und Einlass
    • › Vorstellungsdauer – Die Beginn- und Endzeiten sind für jeden Vorstellungstermin angegeben. Weitere Informationen zur Dauer, zur Anzahl der Akte und zu den Pausen finden Sie, sofern verfügbar, auf der jeweiligen Vorstellungsseite. Bitte beachten Sie, dass sich die Angaben zu den Vorstellungen ändern können.
    • › Einlass – Wir bitten Sie, rechtzeitig zur Vorstellung zu erscheinen. Bei verspäteter Ankunft ist der Einlass erst in der Pause möglich. Nach der Pause ist ein Einlass während der laufenden Vorstellung nicht mehr gestattet.
  • ⎔  Barrierefreiheit
    • › Barrierefreiheit – Aufgrund der historischen Bausubstanz ist die Wiener Staatsoper nur eingeschränkt barrierefrei. Dennoch stehen verschiedene Einrichtungen zur Verfügung, um Gästen mit eingeschränkter Mobilität einen möglichst angenehmen Besuch zu ermöglichen. Alle Sitzplatzbereiche sind mit dem Aufzug erreichbar. Auf beiden Ebenen befinden sich barrierefreie Toiletten.
    • › Rollstuhlplätze – Die Wiener Staatsoper verfügt über insgesamt 22 Rollstuhlplätze: vier im Parkett und 18 auf der Galerie (je nach Verfügbarkeit).
    • › Barrierefreier Zugang – Der stufenlose Eingang befindet sich auf der Seite des Herbert-von-Karajan-Platzes, am Beginn der Arkaden (Türbreite: 87 cm). Die Aufzüge zum Parkett und zur Galerie sind über den Schrägaufzug im Opernfoyer in der Nähe des Operncafés erreichbar. Der Galerieaufzug hat eine Kabinengröße von 95 × 140 cm und eine Türdurchgangsbreite von 80 cm. Garderoben, Pausenbuffets und barrierefreie Toiletten stehen auf beiden Ebenen zur Verfügung.
  • ☷  Hinweise für Ihren Besuch
    • › Fotografieren und Filmen – Während der Vorstellungen sind das Fotografieren, Filmen und die Nutzung von Smartphones nicht gestattet. In den Pausen und während des Schlussapplauses dürfen Fotos für private Zwecke gemacht werden. In den Proszeniumslogen ist die Verwendung von Smartphones und Kameras während der gesamten Vorstellung streng untersagt.
    • › Mobiltelefone – Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus oder aktivieren Sie den Flugmodus und verstauen Sie es während der Vorstellung, um die Künstlerinnen und Künstler sowie die anderen Gäste nicht zu stören.
    • › Garderobe – Mäntel, Jacken und größere Gegenstände wie Taschen oder Rucksäcke müssen an den kostenlosen Garderoben abgegeben werden. Diese befinden sich in der Nähe der Eingänge, auf beiden Seiten des Balkons sowie auf der Galerie. Gästen mit Logenplätzen steht die Garderobe in der jeweiligen Loge zur Verfügung.
Besetzung

Marie, junge Marketenderin: Erin Morley

Tonio, junger Bauer: Xabier Anduaga

Sulpice, Sergeant: Misha Kiria

Herzogin von Crakentorp: Brigitte Kren

 

Musikalische Leitung: Evelino Pidò

Inszenierung und Kostüme: Laurent Pelly

Bühne: Chantal Thomas

Licht: Joël Adam

Choreografie: Laura Scozzi

Dialogfassung: Agathe Mélinand

Veranstaltungsort
Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken
Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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