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Fidelio

Venue Wiener Staatsoper
CalendarSa. 09 Jan. 2027 - Mo. 18 Jan. 2027
Inhalt / Details

 

 

Fidelio – Ludwig van Beethoven | Oper

Oper in zwei Aufzügen

Text: Stephan von Breuning & Georg Friedrich Treitschke & Joseph Sonnleithner

nach J.N. Bouilly

Textbearbeitung: Paulus Hochgatterer

Sprache: Deutsch

 

1. Aufzug - ca. 70 Minuten

Pause - ca. 25 Minuten

2. Aufzug - ca. 60 Minuten

 

 

Handlung

 

Vorgeschichte

Der Gouverneur eines spanischen Staatsgefängnisses, Don Pizarro, führt in seiner Anstalt ein Schreckensregiment. Unschuldige werden zu politischen Opfern seines brutalen Zugriffs. Don Florestan aus Sevilla will diese Willkürakte aufklären, gerät aber dabei selbst in die Hand des Gewaltmenschen. Seit über zwei Jahren schmachtet er in unmenschlicher Einzelhaft. 

Seine Freunde halten ihn für tot, nur seine Frau Leonore gibt den Verschollenen noch nicht verloren. Da sie Florestan in Gefangenschaft wähnt, verdingt sie sich beim Kerkermeister Rocco als Schließer. In Männerkleidern und unter dem Namen Fidelio verrichtet sie schwere Arbeit, erwirbt sich das Vertrauen ihres Vorgesetzten und gewinnt sogar die Liebe seiner Tochter Marzelline.

 

1. Aufzug

Vergeblich bemüht sich Jaquino um die Zuwendung Marzellines. Seit Fidelio im Haus ist, hat sie für sein Werben kein Ohr. Fidelio kehrt von Erledigungen aus Sevilla zurück. Rocco ist wieder vom Geschick und Pflichtbewusstsein seines neuen Gehilfen angetan: Bald schon sollen Fidelio und Marzelline ein Paar werden. Marzelline und Rocco träumen von einer behaglichen Zukunft, Jaquino sieht seine Aussichten schwinden, Fidelio graut es vor der Ungewissheit. Da tritt Don Pizarro auf. Aus einem vertraulichen Schreiben erfährt er, dass der Minister seinem Amtsmissbrauch auf der Spur ist: Eine überraschende Visite soll ihn endgültig überfuhren. Pizarro reagiert prompt: Ein Posten beobachtet die Hauptstraße, ein Trompetensignal soll den Besuch ankündigen. Florestan, das prominenteste Opfer, muss schleunigst beseitigt werden. 

Da Rocco den Mord verweigert, wird der Gouverneur die Tat selbst vollziehen. Nur ein Grab im Verlies soll ihm der Kerkermeister zuvor schaufeln. Marzelline und Fidelio erbitten von Rocco einen kurzen Ausgang für die leichteren Gefangenen. Voller Freude genießen die Häftlinge die warme Frühlingssonne. Fidelio erfahrt bestürzt von dem neuen Auftrag Roccos und will seine schwere Arbeit im Kerker teilen: Wird sie dem Gatten sein Grab bereiten helfen? Empört hat Pizarro den Spaziergang der Gefangenen bemerkt und lässt keine Rechtfertigung gelten. Nur der dringende Mordplan an Florestan verhindert schlimme Sanktionen. 

 

2. Aufzug

Im Kerker grübelt der erschöpfte Florestan über sein Schicksal. Seine Lage erscheint ihm aussichtslos, nur das Bewusstsein erfüllter Pflicht tröstet ihn. In einer ekstatischen Vision fühlt er sich von einem Engel mit den Zügen Leonores in die himmlische Freiheit entrückt. Rocco und Fidelio legen mühsam eine Zisterne frei. Florestan erfahrt endlich, wer dieses Gefängnis leitet, und will seine Gattin in Sevilla verständigen lassen. Fidelio weiß nun sicher, wen sie vor sich hat. Eine kleine Labung mit Brot und Wein scheint Florestans letzte Freude zu sein, denn schon naht Pizarro. Aber als er zum tödlichen Streich ausholt, stellt sich Fidelio vor den Gefangenen: »Töt’ erst sein Weib!« Dem Nachsetzenden hält sie eine Pistole vor, da ertönt das Trompetensignal. 

Die Ankunft des Ministers verheißt einen Umschwung: Befreiung für die Unterdruckten, Strafe fur den Unterdrucker. Pizarro eilt aus dem Kerker, Rocco sagt sich von seinem alten Herrn los, Leonore und Florestan sinken einander glücklich in die Arme. – Das Volk und die Strafgefangenen begrüßen erwartungsvoll den Minister, Don Fernando. Im Auftrag des Königs verkündet er allgemeine Amnestie und das Ende der politischen Willkür. In Florestan erkennt er seinen totgesagten Freund wieder. Leonore darf die Ketten des lange Gedemütigten lösen, Pizarro wird festgenommen.

  • ⌖  Anreise
    • Die Wiener Staatsoper befindet sich am Opernring 2, 1010 Wien, und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, dem Taxi oder dem Auto erreichbar.
    •  
    • › Öffentliche Verkehrsmittel – U-Bahn: U1, U2, U4 (Karlsplatz); Straßenbahn: 1, 2, D, 71 (Oper, Karlsplatz); Bus: 59A; Badner Bahn (Haltestelle Oper).
    • › Mit dem Fahrrad – Fahrradabstellplätze stehen auf beiden Seiten des Opernhauses zur Verfügung.
    • › Mit dem Taxi – In unmittelbarer Nähe befinden sich Taxistandplätze. Nach den Vorstellungen stehen auch am Haupteingang Taxis bereit.
    • › Mit dem Auto & Parkmöglichkeiten – Mehrere Parkgaragen befinden sich in unmittelbarer Gehweite: Operngarage (Herbert-von-Karajan-Platz, ca. 150 m); Kärntnerringgarage (Mahlerstraße 8, ca. 200 m); Opernringhof (Elisabethstraße 2, ca. 150 m).
  • ✧  Kleiderordnung
    • › Kleiderordnung – Für Ihren Opernbesuch empfehlen wir elegante Kleidung. Flip-Flops, Unterhemden als Oberbekleidung sowie sehr kurze Shorts sind nicht gestattet. Auch Kopfbedeckungen, die anderen Gästen die Sicht auf die Bühne versperren, sind nicht erlaubt.
  • ​◷  Vorstellungsdauer und Einlass
    • › Vorstellungsdauer – Die Beginn- und Endzeiten sind für jeden Vorstellungstermin angegeben. Weitere Informationen zur Dauer, zur Anzahl der Akte und zu den Pausen finden Sie, sofern verfügbar, auf der jeweiligen Vorstellungsseite. Bitte beachten Sie, dass sich die Angaben zu den Vorstellungen ändern können.
    • › Einlass – Wir bitten Sie, rechtzeitig zur Vorstellung zu erscheinen. Bei verspäteter Ankunft ist der Einlass erst in der Pause möglich. Nach der Pause ist ein Einlass während der laufenden Vorstellung nicht mehr gestattet.
  • ⎔  Barrierefreiheit
    • › Barrierefreiheit – Aufgrund der historischen Bausubstanz ist die Wiener Staatsoper nur eingeschränkt barrierefrei. Dennoch stehen verschiedene Einrichtungen zur Verfügung, um Gästen mit eingeschränkter Mobilität einen möglichst angenehmen Besuch zu ermöglichen. Alle Sitzplatzbereiche sind mit dem Aufzug erreichbar. Auf beiden Ebenen befinden sich barrierefreie Toiletten.
    • › Rollstuhlplätze – Die Wiener Staatsoper verfügt über insgesamt 22 Rollstuhlplätze: vier im Parkett und 18 auf der Galerie (je nach Verfügbarkeit).
    • › Barrierefreier Zugang – Der stufenlose Eingang befindet sich auf der Seite des Herbert-von-Karajan-Platzes, am Beginn der Arkaden (Türbreite: 87 cm). Die Aufzüge zum Parkett und zur Galerie sind über den Schrägaufzug im Opernfoyer in der Nähe des Operncafés erreichbar. Der Galerieaufzug hat eine Kabinengröße von 95 × 140 cm und eine Türdurchgangsbreite von 80 cm. Garderoben, Pausenbuffets und barrierefreie Toiletten stehen auf beiden Ebenen zur Verfügung.
  • ☷  Hinweise für Ihren Besuch
    • › Fotografieren und Filmen – Während der Vorstellungen sind das Fotografieren, Filmen und die Nutzung von Smartphones nicht gestattet. In den Pausen und während des Schlussapplauses dürfen Fotos für private Zwecke gemacht werden. In den Proszeniumslogen ist die Verwendung von Smartphones und Kameras während der gesamten Vorstellung streng untersagt.
    • › Mobiltelefone – Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus oder aktivieren Sie den Flugmodus und verstauen Sie es während der Vorstellung, um die Künstlerinnen und Künstler sowie die anderen Gäste nicht zu stören.
    • › Garderobe – Mäntel, Jacken und größere Gegenstände wie Taschen oder Rucksäcke müssen an den kostenlosen Garderoben abgegeben werden. Diese befinden sich in der Nähe der Eingänge, auf beiden Seiten des Balkons sowie auf der Galerie. Gästen mit Logenplätzen steht die Garderobe in der jeweiligen Loge zur Verfügung.
Besetzung

Don Fernando: Clemens Unterreiner

Don Pizarro: Tomasz Konieczny

Florestan: David Butt Philip

Leonore: Jennifer Holloway

Rocco: Tareq Nazmi

Marzelline: Florina Ilie

Jaquino: Daniel Jenz

 

Musikalische Leitung: Cornelius Meister

Inszenierung: Nikolaus Habjan

Bühne: Julius Theodor Semmelmann

Kostüme: Denise Heschl

Licht: Franz Tscheck

Video: Judith Selenko

Figurenbauer: Bruno Belil

Textbearbeitung: Paulus Hochgatterer

Veranstaltungsort
Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken
Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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