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Samuel Hasselhorn und Joseph Breinl

VenueMusikverein Brahms-Saal
CalendarSo. 01 Nov. 2026
Inhalt / Details

Am 1. November 2026 gestalten der Bariton Samuel Hasselhorn und der Pianist Joseph Breinl einen Liederabend im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins, der zwei tiefgründigen Meisterwerken des deutschen Kunstlieds gewidmet ist.

Das Programm vereint Gustav Mahlers Kindertotenlieder nach den zutiefst bewegenden Gedichten von Friedrich Rückert und Franz Schuberts Winterreise D 911, einen der bedeutendsten Liederzyklen der Musikgeschichte nach Gedichten von Wilhelm Müller.

Mit Mahlers eindringlichen Reflexionen über Trauer und Verlust und Schuberts berührender Darstellung von Einsamkeit, Sehnsucht und seelischer Verlassenheit erkundet das Konzert die Tiefen menschlichen Erlebens. Das Zusammenspiel von Hasselhorns ausdrucksstarkem Bariton und Breinls feinfühligem Klavierspiel verspricht einen Abend von außergewöhnlicher musikalischer Intensität, poetischer Nuanciertheit und emotionaler Tiefe in einem der renommiertesten Konzertsäle Wiens.

Besetzung

Samuel Hasselhorn, Bariton

Joseph Breinl, Klavier

 

Programm

Gustav Mahler – Kindertotenlieder nach Gedichten von Friedrich Rückert

– Pause –

Franz Schubert – Winterreise. Liederzyklus nach Gedichten von Wilhelm Müller, D 911

Veranstaltungsort
Musikverein Brahms-Saal

Lange Zeit hieß er nur der „Kleine Musikvereinssaal“, bis er 1937, zur 125-Jahr-Feier der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, den Namen erhielt, der seiner Bedeutung ganz entspricht: Brahms-Saal. Johannes Brahms trat nicht nur persönlich in diesem Raum auf, er stand auch hinter dem ersten Konzert, das hier stattfand. Clara Schumann gab es am 19. Jänner 1870. Die Maßstäbe, die damit gesetzt wurden, gelten bis heute. Der Brahms-Saal ist einer der stärksten Anziehungspunkte für die weltbesten Kammermusikensembles und Liedsänger geblieben.

 

Mit knapp sechshundert Plätzen ist der Saal prädestiniert für die intimen Seiten klassischer Musik. Der Klang des Raumes spielt dabei auf ideale Weise mit: Der Brahms-Saal – 32,50 Meter lang, 10,30 Meter breit und 11 Meter hoch – verfügt über eine ähnlich brillante Akustik wie der Große Musikvereinssaal.

 

Als ein „wahres Schatzkästlein“ beschrieb man den Kleinen Musikvereinssaal, als das Musikvereinsgebäude 1870 eröffnet wurde. Man fand sogar, dieser Saal verdiene womöglich noch mehr Bewunderung als der Große Musikvereinssaal: „Fast möchte man ihm den Preis zuerkennen in seiner Ruhe und einfachen Erhabenheit …“ Dass Theophil Hansen mit dem Brahms-Saal ein architektonisches Meisterstück des Historismus gelungen war, ist evident. Die „griechische Renaissance“, der er sich mit Anspielungen ans klassische Hellas verschrieb, macht diesen Saal tatsächlich zu einem Tempel der Kammermusik.

 

1993 wurde der Brahms-Saal einer umfassenden Renovierung unterzogen. Dabei griff man auf Originalentwürfe aus dem Kupferstichkabinett der Akademie der Bildenden Künste Wien zurück. Sie machten es möglich, die originale Farbgebung des Musikvereinsarchitekten Hansen zu rekonstruieren: grüne Wände, rote Säulen und viel Gold.Als der Brahms-Saal 1993 so der Öffentlichkeit übergeben wurde, schrieb eine Wiener Tageszeitung: „Um nicht zu viel zu versprechen, es ist der schönste, prunkvollste, repräsentativste Kammermusiksaal geworden, den unsereins irgendwo auf der Welt kennt.“

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