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Die verkaufte Braut

Venue Wiener Staatsoper
CalendarFr. 08 Jan. 2027 - Sa. 16 Jan. 2027
Inhalt / Details

 

 

Die verkaufte Braut – Bedřich Smetana | Oper

Komische Oper in drei Akten

Text: Karel Sabina

Neue deutsche Textfassung Susanne Felicitas Wolf

in Zusammenarbeit mit Sergio Morabito

Sprache: Deutsch

 

1. & 2. Akt: 90 Minuten
Pause: 30 Minuten
3. Akt: 60 Minuten

 

 

Handlung

 

Die Vorgeschichte

Der Klein­bau­er Kruši­na hat sich bei dem Groß­grund­be­sit­zer Tobias Mícha hoch ver­schul­det. Um sich frei­zu­kau­fen, hat er oh­ne Wis­sen sei­ner Frau Lud­mi­la die ge­mein­sa­me Toch­ter Mařen­ka dem Sohn des Mícha als Braut ver­trag­lich zu­ge­si­chert.

Mícha hat – be­zie­hungs­wei­se hat­te – zwei Söh­ne. Der äl­te­re aus ers­ter Ehe wur­de von sei­ner Stief­mut­ter Háta, Michás zwei­ter Frau, zu­guns­ten ih­res Soh­nes Vašek vom Hof ver­drängt und gilt als seit­her ver­schol­len. Nun soll Mařen­ka Vašek hei­ra­ten. Mařen­ka liebt aber Jeník, ei­nen frem­den Bur­schen, der im Dorf Ar­beit ge­fun­den hat und der sie eben­falls liebt.

 

1. Akt

Auf dem Land wird Kirchweih gefeiert. Heute soll Mařenka dem von ihrem Vater gewünschten Bräutigam Vašek vorgestellt werden. Mařenka ist beunruhigt über die Sorglosigkeit Jeníks. Auf ihre Bitte, von seiner Vergangenheit zu berichten, gibt Jeník nur so viel preis, dass er aus einem reichen Haus stamme, aber von seiner Stiefmutter um sein Erbe gebracht wurde. Die beiden Liebenden versprechen, sich ewig treu zu bleiben.

Kruši­na hat den Hei­rats­ver­mitt­ler Ke­cal be­auf­tragt, die Ver­hei­ra­tung Mařen­kas mit Vašek un­ter Dach und Fach zu brin­gen. Lud­mi­las Ein­wän­de wer­den von den bei­den Män­nern vom Tisch ge­wischt, doch Mařen­ka ver­tei­digt ent­schlos­sen ih­re Lie­be zu Jeník. Sie wei­gert sich, den vor­be­rei­te­ten Ehe­ver­trag zu un­ter­schrei­ben. Das Dorf fei­ert aus­ge­las­sen.

 

2. Akt

Die Männer besingen die sorgenbrechende Kraft des Bieres, Jeník preist die Macht der Liebe, Kecal die des Geldes. Mařenka hat dem herausgeputzten Vašek aufgelauert. Sie nutzt aus, dass beide sich nie gesehen haben und schildert die ihm zugedachte Braut als gewalttätiges Scheusal. Auf Vašeks Avancen ihr gegenüber geht sie nur so weit ein, als sie ihm den Schwur abnimmt, auf Krušinas Tochter für immer zu verzichten.

Kecal gelingt es inzwischen, Jeník durch das Angebot von 300 Gulden einerseits und Drohungen andererseits zum Verzicht auf Mařenka zu bewegen. Jeník stellt aber zwei Bedingungen: Er verzichtet zu keines anderen Gunsten als des Mícha Sohn, und mit der Hochzeit müssen die Schulden des Brautvaters als verjährt gelten. Jeníks Brautverkauf wird vor den Augen und zur Empörung des feiernden Dorfs vertraglich besiegelt.

 

3. Akt

Ein Zir­kus hat auf der Fest­wie­se sein Zelt auf­ge­schla­gen. Vor Vašek ge­ben die Ar­tis­ten ei­ne Pro­be ih­rer Kunst. Da­bei ver­liebt sich Vašek in die Schau­stel­le­rin Es­me­ral­da, und die­se kann ihn über­re­den, bei der Vor­stel­lung für den be­trun­ke­nen Dar­stel­ler des Tanz­bä­ren ein­zu­sprin­gen. Ke­cal will das Ge­schäft in An­we­sen­heit der El­tern­paa­re ab­schlie­ßen, doch Vašek er­klärt, Mařen­ka auf kei­nen Fall neh­men zu wol­len.

Ke­cal und Kruši­na kon­fron­tie­ren Mařen­ka mit Jeníks Un­ter­schrift, mit der er ih­ren Ver­kauf be­sie­gelt hat. Vašek er­kennt in Mařen­ka die at­trak­ti­ve War­ne­rin vom Vor­mit­tag und wil­ligt sei­ner­seits in die Hoch­zeit ein. Der ver­stör­ten Mařen­ka wird ei­ne kur­ze Be­denk­zeit ein­ge­räumt. Sie kann Jeníks Lie­bes­ver­rat nicht be­grei­fen.

Als Jeník auf Mařen­ka zu­tritt, weist sie je­den sei­ner Er­klä­rungs­ver­su­che zu­rück und will nur wis­sen, ob die Un­ter­schrift auf dem Ver­trag die sei­ne ist. Jeník be­jaht. Als Jeník sie an der Sei­te Ke­cals auch noch be­drängt, in die Hoch­zeit mit Míchas Sohn ein­zu­wil­li­gen, ruft sie selbst die Braut­el­tern und das gan­ze Dorf zu­sam­men, um die pei­ni­gen­de Si­tua­ti­on zu be­en­den, in­dem sie in ei­ne Ehe mit Vašek ein­wil­ligt. Da er­ken­nen Mícha und Háta in Jeník ih­ren ver­sto­ße­nen Sohn. Sie und der eben­falls ge­prell­te Ke­cal kön­nen Mařen­kas Ehe mit Míchas Erst­ge­bo­re­nen Jeník nicht län­ger ver­hin­dern. Pa­nik bricht aus: Der Bär ist los! Doch es ist Vašek, der in sei­nem Fell wü­tet – Mut­ter Háta ruft ihn zur Ord­nung. Va­ter Mícha reicht Jeník die Hand zur Ver­söh­nung und ver­wei­gert dem Braut­paar sei­nen Se­gen nicht.

  • ⌖  Anreise
    • Die Wiener Staatsoper befindet sich am Opernring 2, 1010 Wien, und ist bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, dem Taxi oder dem Auto erreichbar.
    •  
    • › Öffentliche Verkehrsmittel – U-Bahn: U1, U2, U4 (Karlsplatz); Straßenbahn: 1, 2, D, 71 (Oper, Karlsplatz); Bus: 59A; Badner Bahn (Haltestelle Oper).
    • › Mit dem Fahrrad – Fahrradabstellplätze stehen auf beiden Seiten des Opernhauses zur Verfügung.
    • › Mit dem Taxi – In unmittelbarer Nähe befinden sich Taxistandplätze. Nach den Vorstellungen stehen auch am Haupteingang Taxis bereit.
    • › Mit dem Auto & Parkmöglichkeiten – Mehrere Parkgaragen befinden sich in unmittelbarer Gehweite: Operngarage (Herbert-von-Karajan-Platz, ca. 150 m); Kärntnerringgarage (Mahlerstraße 8, ca. 200 m); Opernringhof (Elisabethstraße 2, ca. 150 m).
  • ✧  Kleiderordnung
    • › Kleiderordnung – Für Ihren Opernbesuch empfehlen wir elegante Kleidung. Flip-Flops, Unterhemden als Oberbekleidung sowie sehr kurze Shorts sind nicht gestattet. Auch Kopfbedeckungen, die anderen Gästen die Sicht auf die Bühne versperren, sind nicht erlaubt.
  • ​◷  Vorstellungsdauer und Einlass
    • › Vorstellungsdauer – Die Beginn- und Endzeiten sind für jeden Vorstellungstermin angegeben. Weitere Informationen zur Dauer, zur Anzahl der Akte und zu den Pausen finden Sie, sofern verfügbar, auf der jeweiligen Vorstellungsseite. Bitte beachten Sie, dass sich die Angaben zu den Vorstellungen ändern können.
    • › Einlass – Wir bitten Sie, rechtzeitig zur Vorstellung zu erscheinen. Bei verspäteter Ankunft ist der Einlass erst in der Pause möglich. Nach der Pause ist ein Einlass während der laufenden Vorstellung nicht mehr gestattet.
  • ⎔  Barrierefreiheit
    • › Barrierefreiheit – Aufgrund der historischen Bausubstanz ist die Wiener Staatsoper nur eingeschränkt barrierefrei. Dennoch stehen verschiedene Einrichtungen zur Verfügung, um Gästen mit eingeschränkter Mobilität einen möglichst angenehmen Besuch zu ermöglichen. Alle Sitzplatzbereiche sind mit dem Aufzug erreichbar. Auf beiden Ebenen befinden sich barrierefreie Toiletten.
    • › Rollstuhlplätze – Die Wiener Staatsoper verfügt über insgesamt 22 Rollstuhlplätze: vier im Parkett und 18 auf der Galerie (je nach Verfügbarkeit).
    • › Barrierefreier Zugang – Der stufenlose Eingang befindet sich auf der Seite des Herbert-von-Karajan-Platzes, am Beginn der Arkaden (Türbreite: 87 cm). Die Aufzüge zum Parkett und zur Galerie sind über den Schrägaufzug im Opernfoyer in der Nähe des Operncafés erreichbar. Der Galerieaufzug hat eine Kabinengröße von 95 × 140 cm und eine Türdurchgangsbreite von 80 cm. Garderoben, Pausenbuffets und barrierefreie Toiletten stehen auf beiden Ebenen zur Verfügung.
  • ☷  Hinweise für Ihren Besuch
    • › Fotografieren und Filmen – Während der Vorstellungen sind das Fotografieren, Filmen und die Nutzung von Smartphones nicht gestattet. In den Pausen und während des Schlussapplauses dürfen Fotos für private Zwecke gemacht werden. In den Proszeniumslogen ist die Verwendung von Smartphones und Kameras während der gesamten Vorstellung streng untersagt.
    • › Mobiltelefone – Bitte schalten Sie Ihr Mobiltelefon aus oder aktivieren Sie den Flugmodus und verstauen Sie es während der Vorstellung, um die Künstlerinnen und Künstler sowie die anderen Gäste nicht zu stören.
    • › Garderobe – Mäntel, Jacken und größere Gegenstände wie Taschen oder Rucksäcke müssen an den kostenlosen Garderoben abgegeben werden. Diese befinden sich in der Nähe der Eingänge, auf beiden Seiten des Balkons sowie auf der Galerie. Gästen mit Logenplätzen steht die Garderobe in der jeweiligen Loge zur Verfügung.
Besetzung

Krušina: Bartosz Urbanowicz

Ludmila: Margaret Plummer

Mařenka: Olga Bezsmertna

Mícha: Hans Peter Kammerer

Háta: Monika Bohinec

Jeník: Pavel Černoch

Vašek: Matthäus Schmidlechner

Kecal: Peter Kellner

 

Musikalische Leitung: Tomáš Hanus

Inszenierung: Dirk Schmeding

Bühne: Robert Schweer

Kostüme: Alfred Mayerhofer

Choreografie: Annika Dickel

Licht: Tim van ’t Hof

Video: Johannes Kulz

Veranstaltungsort
Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken
Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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