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Eine florentinische Tragödie und Herzog Blaubarts Burg

Venue Wiener Staatsoper
CalendarSa. 03 Okt. 2026 - Mo. 12 Okt. 2026
Inhalt / Details

 

Eine floren­tinische Tragödie / Herzog Blaubarts Burg – Alexander von Zemlinsky, Béla Bartók | Oper

Text: Oscar Wilde

in der deutschen Übersetzung von Max Mexerfeld

Text: Béla Balázs

Sprache: Deutsch/Ungarisch

 

Über das Werk

Die bei­den Kurz­opern Eine Florentinische Tragödie und Herzog Blaubarts Burg sind in­halt­lich durch ei­ne zen­tra­le The­ma­tik ver­bun­den: Es geht um das fort­schrei­ten­de Er­ken­nen des nur schein­bar ver­trau­ten Ge­gen­übers.

In Zem­lins­kys Eine Florentinische Tragödie mün­det die Er­mor­dung von Bi­an­cas Ge­lieb­tem durch ih­ren ei­fer­süch­ti­gen Gat­ten Si­mo­ne in ei­nem Dia­log der bei­den Ehe­leu­te, der ganz über­ra­schend ei­nen neu­en Lie­bes­be­ginn si­gna­li­siert.
In Bar­tóks Ein­ak­ter wird Ju­diths Rei­se zu den in­ne­ren Ab­grün­den des von ihr ge­lieb­ten Her­zog Blau­bart – sym­bo­li­siert durch das Öff­nen sie­ben ge­heim­nis­vol­ler Tü­ren – hin­ge­gen in Dun­kel­heit und Ein­sam­keit en­den.

 

Wissenswertes

An der Wie­ner Staats­oper wur­den Eine Florentinische Tragödie und Herzog Blaubarts Burg je­weils erst ein ein­zi­ges Mal pro­du­ziert: Eine Florentinische Tragödie kam im Ur­auf­füh­rungs­jahr 1917 auf ei­ne ein­zi­ge Vor­stel­lungs­se­rie, und Herzog Blaubarts Burg er­reich­te zwi­schen 1985 und 1989 le­dig­lich neun Vor­füh­run­gen. Die Neu­pro­duk­ti­on bringt so­mit bei­de Wer­ke nach lan­ger Pau­se wie­der zu­rück ins Re­per­toire des Hau­ses. Und das in ei­ner Be­set­zung mit ge­ra­de­zu iko­ni­schen Sän­ger­per­sön­lich­kei­ten der Opern­welt. So wird As­mik Gri­go­ri­an bei­de Frau­en­rol­len über­neh­men und da­durch ei­ne zu­sätz­li­che Ver­bin­dung zwi­schen den Stü­cken schaf­fen. Als Her­zog Blau­bart kehrt Flo­ri­an Boesch zu­rück, und als Si­mo­ne wird Christopher Maltman mit ei­ner wei­te­ren Par­tie auf die­ser Büh­ne zu er­le­ben sein.

Besetzung

Eine florentinische Tragödie

Guido Bardi, Prinz von Florenz: Dmitry Golovnin

Simone, ein Kaufmann: Christopher Maltman

Bianca, seine Frau: Asmik Grigorian

 

Musikalische Leitung: Alain Altinoglu

Inszenierung: Vasily Barkhatov

Bühne: Christian Schmidt

Kostüme: Stefanie Seitz

Licht: Alexander Sivaev

Video: Roland Horvath

 

Herzog Blaubarts Burg

Herzog Blaubart: Florian Boesch

Judith: Asmik Grigorian

 

Musikalische Leitung: Alain Altinoglu

Inszenierung: Vasily Barkhatov

Bühne: Christian Schmidt

Kostüm: Stefanie Seitz

Licht: Alexander Sivaev

Video: Roland Horvath

Veranstaltungsort
Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn

Es befinden sich Taxistände in der Nähe.

 

Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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